Eine Wildblumenwiese anlegen - aber wie?

Wochenende - und statt mühsam Rasenmähen, anderen bei der Arbeit zu zusehen: Eine bunte Wildblumenwiese, auf der sich emsige Nektar- und Pollensammler tummeln, ist die Lösung!

 

Um eine Wildblumenwiese anzulegen, sollte Folgendes beachtet werden:

- Wählen Sie den Standort. Was wächst hier im Moment? Ist der Boden mager und trocken, oder feucht und nährstoffreich? Blumenwiesen sind bunter auf trockenen, mageren Standorten, aber auch an schattigen, feuchten und nährstoffreiche Stellen kann man Wildblumen aussäen, solange die richtigen Arten gewählt werden.

 

- Wieviel Sonne/Schatten?

 

- Stecken Sie die Fläche ab und entfernen Sie die Grasnabe. Quecken, Sauerampfer und Giersch sollten besonders sorgfältig entfernt werden.

 

- Wenn der Boden sehr schwer (lehmig oder tonig) ist, kann dieser mit Sand abgemagert werden. Doch Vorsicht! Das Abmagern muss sehr sorgfältig durchgeführt werden, da ansonsten 'Inseln' aus Sand oder Ton entstehen und es teilweise zur Verkahlung kommen kann.

 

- (Heimische) Blumensamen mit Sand vermischen und kreuzweise, wie bei einer Rasensaat, ausstreuen. Die Samen leicht andrücken, aber nicht einrechen, da viele Wildblumensamen Licht zum Keimen brauchen.

So verlockend es auch sein mag, vermeiden Sie fertige Blumenwiesen-Mischungen aus dem Baumarkt oder Gartencenter! Denn, leider, um eine Wildblumenwiese anzulegen bedarf es mehr als das und vor allem: Samen, die auf Ihren Boden, auf Ihren Garten und auf Ihr Klima abgestimmt sind, d.h. Samen von heimischen Wildblumen.

 

- Regelmäßig gießen! Hier besteht die Gefahr, dass keimende Samen austrocknen und somit absterben. Daher sollte regelmäßig gegossen werden, an heißen Tagen mehrmals am Tag.

- Und wenn's gedeiht: Mähen! Ein bis zweimal im Jahr, in Ausnahmefällen bis zu drei mal. Magerwiesen wachsen langsam, brauchen also nur eine (Sensen)Mahd im Jahr, am besten Ende August/Anfang September.

 

Interessiert? Wir helfen gerne - von der Beratung über Anlage bis zur Pflege!

Wir freuen uns über Ihren Anruf (0664 479 20 29) oder eine Email (info@gruenewerkstatt.at)!

 

Ein schöner Garten ist teuer? Von wegen!

Bereits während meines Studiums wollte ich nicht auf mein eigenes grünes Paradies verzichten. Woher jedoch Pflanzen, Erde und Material nehmen, wenn das Sparschwein recht mager ist?

So handelte ich verbilligte Mieten aus und gestaltete im Gegenzug Balkone, Gärten und Terrassen, mit ökologischem Wissen, gärtnerischer Erfahrung, ein wenig Kreativität und mit Materialien, die von anderen als Müll weggegeben wurden.

Diese Erfahrungen, zusammen mit traditionellem Gartenwissen, Tricks aus Opas Gartenkiste und neue Ideen, die mit Zero-Waste und Upcycling in den Mainstream schwappen, habe ich in einem Buch gesammelt. Sie finden hier umfassende Tipps, wie eine naturbezogene Gartengestlatung gelingt, wie Zierstauden ohne großen Pflegeaufwand üppig grünen oder das Gemüsebeet reichen Ertrag bringt. Auch Wasserspartipps und Anleitungen, wie man Erden und Hausmittel für einen gesunden Garten herstellt, fehlen hier nicht. Gespickt ist das Buch mit vielen Zeichnungen, Pflanz-Tabellen, Fotos und Umweltthemen, die nicht nur nützlich sondern auch unterhaltsam sind!

 

Auch im Winter Schnittlauch, Petersilie & Sprossen vom eigenen Garten

Schon unsere Großeltern wussten, wie man die festlichen Mahlzeiten im Dezember mit frischen Kräutern verfeinern kann - lange, bevor man selbst im Winter in Supermärkten frische, jedoch weitgereiste Kräuter fand.

 

Ein einfacher Trick genügt, um Schnittlauch vom Winterschlaf abzuhalten. Vom Wurzelstock Ihres Gartenschnittlauch zweigen Sie einen kleinen Teil ab, legen den Wurzelballen in 42°C Wasser und warten bis zum nächsten Tag, bis Wurzelstock und Wasser auf Raumtemperatur abgekühlt sind. Geben Sie den Schnittlauch in einen Topf mit guter Blumenerde und halten Sie ihn feucht und mäßig warm.

 

Bei der Petersilie reicht es, wenn Sie die Wurzel nach einer kalten Nacht ausgraben, alles Grün davon abschneiden und sie in einem Topf mit feuchter Erde geben. Je wärmer es die Petersilie hat, desto eher treibt sie aus. Selbst Sprossen und zarte Blätter lassen sich aus übriggebliebenen Samen und Gemüseabfällen ziehen, ganz Budget-freundlich und umweltbewusst.

So kommen Sie zu frischer Petersilie, gesunden Sprossen und würzigem Schnittlauch, ohne auf die weitgereisten Supermarktkräuter zurückgreifen zu müssen!

 

Vogel-Futtermischung mit Fett (für Zapfen, Holz, Knödel, etc.)

 

Man nehme ca. 150 g (Kokos)Fett (darf kein Salz enthalten), ca. 250 g Körnermischung und ca. 50 g Haferflocken o. ä. (evtl. auch Mehlwürmer).

In einem Topf das Kokosfett schmelzen, das Fett sollte nicht viel wärmer als handwarm sein.

Die festen Zutaten unterrühren und warten, bis das Fett anfängt sichzu verfestigen.

Die Masse rasch auf Holzstäbe oder in Zapfen streichen oder in Formen füllen und ertarren lassen.

Gefüllte Zapfen und Hölzer an Schnüren befestigen und aufhängen - oder die erstarrte Masse aus den Formen lösen, in dem man sie kurz in heißes Wasser taucht.

Tontöpfe als Heizung im Gewächshaus?

Dieser sehr kalte Winter hat auch etwas Positives. Zum Beispiel, dass ich endlich eine Gelegenheit habe auszutesten, ob Tontöpfe und Kerzen die Temperatur in einem Gewächshaus über Null halten können.

Mein bescheidenes Notnagel-Gewächshaus, das eigentlich aus einer verstärkten Plastikfolie besteht und mehr mit einem Folientunnel gemein hat als mit einem Wintergarten, hat ca. 4m2 Grundfläche und geschätzte 9 m3 Volumen.

Benützt habe ich 2 Tontöpfe mit einem Durchmesser von 18 cm, und viele, viele Teelichter, aber auch einige Kerzen. Die Tontöpfe wurden leicht erhöht auf eine feuerfeste Unterlage gestellt, die Kerzen oder Teelichter in die Mitte.

 

Das Fazit: Ja, es funktioniert!

Selbst bei einer Außentemperatur von -8 C konnte ich noch 6 Grad plus messen - und das auf einer Höhe von ca. 20 cm vom Boden, auf halber Strecke zwischen Tontopf-Ofen und Außenwand.

Aber: Es funktioniert nur so lange, so lange die Kerzen, bzw. Teelichter brennen. Sobald keine Flamme mehr den Ton erhitzt, kühlt dieser relativ schnell ab. Dem kann man aber entgegenwirken, in dem man statt Teelichter dicke Kerzen nimmt, oder Grablichter, die bis zu 2 Tage brennen.

 

 

Weihnachten - 'Kugeln' am (Obst)Baum?

 

Ich habe ja nichts gegen die glänzende Glaskugeln am Christbaum, ganz und gar nicht! Und die gehören auch dazu, zur Weihnachtszeit.

Aber 'Kugeln' an den Obstbäumen muss nicht sein. Jetzt sieht man sie gut, die verschrumpelten Aschenputtel an den kahlen Ästen unserer Obstbäume, die leider nie ein schöner Apfel oder eine süße Zwetschke geworden sind. Der Grund dafür ist meistens ein Monilia-Pilz, dessen Sporen weiße, pustelige Kreise auf den verfaulenden Äpfeln und Birnen bildet. Monilia-Pilze sind verwandt mit den Grauschimmelpilzen (Botrytis), die bei hoher Luftfeuchtigkeit ein Problem für Tomaten und Kartoffeln werden.

 

Diese Pilze verbreiten sich durch ihre winzig kleinen Sporen, die sehr lange im Boden überdauern können und nur auf eine günstige Gelegenheit warten, um Äpfel, Zwetschken und Tomaten zu befallen. Deshalb sollten Fruchtmumien und faulende Blätter und Stengel unbedingt entfernt werden - und bitte nicht auf den Komposthaufen geben! Leider sind Pilzerkrankungen ziemlich hartnäckig, daher kann es sehr lange dauern, bis man einen Befall unter Kontrolle bekommt.

Zwischenzeitlich kann man aber den Pilzsporen das Leben schwer machen und die Abwehrkräfte unserer Pflanzen erhöhen: Mit Suden aus Schachtelhalm, Schafgarbe und Wermut, am besten in regelmäßigen Abständen, sobald sich das erste Grün zeigt!

Immer wieder schön: Eislaternen

 

Ich muss sie einfach jedes Jahr wieder machen, sobald die Außentemperaturen unter Null fallen. Denn gerade wenn es kalt und grau ist, bringen Eislaternen ein wenig winterliche Romantik in den Garten.

Alles, was Sie zum Herstellen von Eislaternen brauchen sind 2 unterschiedlich große, bruchfeste Schüsseln, Dekomaterial vom Garten oder aus der Obstschale, etwas zum Beschweren (z. B. Kieselsteine) der kleineren Schüssel, Wasser (oder Sprudel) und Platz im Gefrierschrank (oder auch im Freien, sollte es sehr kalt sein).

 

Und so geht's (siehe Grafik):

- Geben Sie in eine größere (Plastik)schüssel eine kleinere. Runde eignen sich übrigens besser als eckige, da man das Eis leichter aus der Form lösen kann - jedoch sind die Größe und Form der Eislaternen Ihrer Phantasie überlassen!

- Beschweren Sie die innere Schüssel mit Kieselsteinen o. ä.

 

- Füllen Sie Wasser zwischen die beiden Schüsseln, bis ca. 2 cm unter dem Rand. Die innere Schüssel sollte schwimmen, d. h. sie sollte nicht so schwer sein, dass sie am Boden der äußeren Schüssel aufliegt.

 

- Geben Sie das Dekomaterial in den wassergefüllten Zwischenraum der beiden Schüsseln.

 

- Ab in's Gefrierfach für mind. 12 Stunden!
 

- Die Eisschale löst man, indem man die Schüssel in lauwarmes Wasser taucht. Lauwarmes Wasser in der inneren Schüssel löst auch diese sanft vom Eis.

- Eislaternen funktionieren am besten mit Teelichtern. Je größer eine Kerze, bzw. Flamme ist, desto schneller schmilzt die Eislaterne.

Pfingstrosen, Astern, Malven & Co durch Wurzelstecklinge vermehren

Mehrjährige Pflanzen, die fleischige, knollige oder horizontal wachsende Wurzeln bilden, sind einfach zu vermehren, am besten im Spätherbst oder zeitigen Frühjahr.

 

Man teilt die dicken Wurzeln oder Knollen in Stücke, die mind. 5 cm lang sein sollten und mind. 3 Augen (Knospen) aufweisen. Die Wurzelstücke mit den Augen (Knospen) nach oben eintopfen und nur wenig mit Erde bedecken.

Vorsichtig eingießen, die Erde sollte feucht, aber nicht nass sein, damit das Wurzelstück nicht zu faulen beginnt. Die Erde mit Mulch oder Moos bedecken. Das hilft gegen Austrocknen und schützt ein wenig vor Frost.

Den Topf mit dem Wurzelstück am besten kühl überwintern und vor strengen Frösten schützen - evtl. an einer Hausmauer oder in einer geschützten Ecke im Garten. Sobald sich im Frühling die ersten grünen Spitzen zeigen, kann man die Pflanze ins Beet setzen. Der Boden sollte gut vorbereitet sein, vor allem Pfingstrosen lieben einen nährstoffreichen, humosen und leicht feuchten Boden!

Mehltau & Co. Einhalt gebieten: Schachtelhalmsud!

Der auf schweren, verdichteten Böden wachsende Ackerschachtelhalm enthält viel Silikat (Kieselsäure), das im Pflanzengewebe als Silikat-Kristalle eingelagert ist. Diese Silikat-Kristalle kann man mit Hilfe eines Sudes auch anderen Pflanzen zugute kommen lassen. Ein Besprühen der Blattoberfläche mit einem 1 : 10 verdünnten Ackerschachtelhalm-Sud bildet eine Schutzschicht auf der Blattoberfläche, das Pflanzengewebe wird gestärkt und Schädlinge und Pilzsporen können nicht so leicht in die Pflanze eindringen.

 

Achten Sie darauf, den Ackerschachtelhalm (Equisetuum arvense) nicht mit dem Sumpfschachtelhalm (Equisetuum palustre) zu verwechseln. Der ist nämlich giftig! Ackerschachtelhalm erkennt man an den grünen bis leicht bräunlichen Scheideblättchen (Bild 1 unten, Pfeile). Diese sind beim Sumpfschachtelhalm dunkelbraun.

 

Und so geht es:

Der Schachtelhalm wird in grobe Stücke geschitten (Bild 2), diese werden locker in einen Topf gegeben (Bild 3) und der Topf bis zum Rand mit Wasser aufgefüllt. Köcheln Sie das Pflanzen-Wasser-Gemisch ca. 20 Minuten lang. Nehmen Sie den Topf vom Herd und lassen Sie das Gemisch noch weitere 24 Std. ziehen, danach abseihen (Bild 4).

Die Pflanzenblätter am besten bei bedeckten Himmel oder am Abend damit sprühen oder gießen, 1 - 2 mal die Woche, je nach Niederschlag. Der Schachtelhalmsud wirkt als vorbeugende Maßnahme am besten, daher anwenden, sobald sich Mehltau auf einer Pflanze zeigt.

Brennesseln haben wir als Schmetterlingspflanze und als gesundes Wildkraut widerwillig lieben gelernt. Diese Pflanze ist mittlerweile auch eine der bekanntesten 'Gartenheilpflanzen'. Sie sind reich an Nährstoffen und Spurenelementen und können, zu Jauche und Sud verarbeitet, zum Stärken vieler Pflanzen und zur Abwehr von Schädlingen und Krankheitserregern verwendet werden.

 

Der Brennesselsud eignet sich zur Düngung, zur Schädlingsabwehr und -bekämpfung. Füllen Sie einen 2 L Topf bis zur Hälfte mit frischem Pflanzenmaterial, mit Wasser auffüllen und ca. 1/2 Std. kochen lassen, auskühlen lassen und abseihen. Als Dünger ca. 200 mL des Sudes (ca. eine Kaffeetasse voll) pro 10 L Gießkanne verwenden, als Pflanzenschutzmittel 1:10 verdünnen.

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